Mecklenburger Schecken mit hübscher Mantelzeichnung

Rudi Wulf musste für seinen Lebenstraum, eine neue Kaninchenrasse zu züchten, gegen allerlei Widrigkeiten kämpfen

  • Von Jochen Fischer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Im zarten Alter von sechs Jahren träumte Rudi Wulf aus dem mecklenburgischen Goldenbow von einem Kaninchen, das es bis dato noch nicht gab. Schwarzweiß gescheckt sollte es sein und ausgewachsen einen guten Braten für die Familie in die Pfanne bringen. Nun war zwar die Zucht für den Sechsjährigen noch ein Buch mit sieben Siegeln, aber warum sollte der Junge nicht an Dinge denken, die für ihn noch fern waren? Aber wer schon kann ahnen, dass sich Kinderwünsche irgendwann mit dem Lauf der eigenen Lebensuhr kreuzen würden?

Zunächst allerdings hatte auch Rudi die Schulbank zu drücken, wobei ihm das Lernen so schwer nicht fiel. Beizeiten hatte er sich entschieden, Landwirt zu werden. Freier Bauer auf freier Scholle wollte er werden. Der Berufswunsch passte jedoch in keiner Weise ins Bildungskonzept der DDR. Im Landstrich zwischen Grieser Gegend und Biosphärenreservat Schaalsee suchte man aber »Rucksackbullen«, wie die künstlichen Besamungstech...


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