Eine Entscheidung für Indiens Ureinwohner

Umweltministerium verweigert Bergbaumulti in Orissa Genehmigung für Bauxitmine

  • Von Hilmar König
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die indischen Ureinwohner der Stämme Dongria Kondh und Kutia Kondh im Distrikt Kalahandi des ostindischen Unionsstaates Orissa haben einen bemerkenswerten Sieg errungen: Die indische Regierung hat ein umstrittenes Bauxit-Bergbauprojekt des britischen Konzerns Vedanta Resources gestoppt.

Es ist eine Seltenheit, dass die Interessen von Ureinwohnern über Wirtschaftsinteressen gestellt werden. So ließ es sich Rahul Gandhi, Generalsekretär der regierenden Kongresspartei, auch nicht nehmen, den Ureinwohnern in Orissa persönlich seine Aufwartung zu machen. Er kam mit der Entscheidung des Umweltministeriums im Gepäck, dem an der Londoner Börse notierten Großkonzern Vedanta des indischen Milliardärs Anil Agarwal die Genehmigung zur Eröffnung einer Bauxitmine in den ökologisch fragilen Niyamgiri- Bergen, zu verweigern. Gandhi setzte damit ein unmissverständliches politisches Zeichen zugunsten der Interessen des indigenen Bevölkerungsteils (Adivasi). Vor rund 10 000 Menschen erklärte er auf einem Meeting in Jagannathpur, unweit der Vedanta-Aluminium-Raffinerie in Lanjigarh: »Das ist euer Sieg. Ihr habt euer Land gerettet.« Er versicherte, auch künftig mit ganzer Kraft an der Seite der Adivasi zu stehen, denn der Kampf habe gerad...

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