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Mit Pauken und Trompeten ...

Hessen: Regierungswechsel von Koch zu Bouffier vollzogen / Zu Roland Kochs Abschied machten selbst die Vertreter von SPD und Grünen gute Miene, nur die LINKE blieb fern

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Mit Roland Koch verabschiedete sich am Montagabend ein politisches Schwergewicht aus der aktiven Politik, erfolgreich und machtorientiert, in Kreisen links der politischen Mitte umstritten und verhasst. Ob die CDU sich gänzlich von ihm verabschieden muss, wird sich erst zeigen.

Es war noch einmal ein bombastisches Spektakel und die Fassade einer heilen Welt, als sich das bürgerliche Hessen am Montagabend vor der Kulisse des Residenzschlosses am Wiesbadener Rheinufer vom langjährigen Ministerpräsidenten Roland Koch verabschiedete. Kanzlerin Merkel wurde eingeflogen, Ex-Kanzler Helmut Kohl im Rollstuhl herbeigebracht, Spitzenleute aus der Wirtschaft fuhren vor.

Schamfrist mit Urlaub überbrücken

Mit einem Kleinen Zapfenstreich erwiesen Bundeswehrsoldaten Koch ihre Ehre. Selbst die Spitzen von SPD, Grünen und DGB waren um gute Miene bemüht. Lediglich die geladenen Vertreter der Linksfraktion blieben dem Spektakel fern, weil sie das militärische Zeremoniell für eine »vollkommen unübliche und unangemessene Form« hielten und Kampfeinsätze der Bundeswehr wie auch eine »zunehmende Verankerung des Militärs im Zivilleben« ablehnen.

Der 52-jährige Koch war jahrelang die Nummer zwei der Bundes-CDU und der dienstälteste Lä...


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