Sie blieben, was sie waren

Hitlers williger Vollstrecker – Erich Koch, Gauleiter von Ostpreußen

  • Von Daniela Fuchs-Frotscher
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Er gehörte zu Hitlers willigen Vollstreckern – der aus dem Rheinland stammende Erich Koch. Schon ab 1928 nannte er sich Gauleiter von Ostpreußen. Ab 1933 herrschte er dort offiziell brutal und skrupellos und zwischen 1941 und 1944 ebenso als Reichskommissar in der Ukraine. Zeitweilig erstreckte sich das von ihm verwaltete und unterdrückte Territorium von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Kochs Werden und Wachsen ist eng mit der Geschichte der NS-Bewegung verbunden, dessen feste Größe er von den Anfängen bis zum Untergang war. Bis er 90-jährig im Gefängnis Barczewo in Polen starb (1986), hatte er keine Reue gezeigt. »Wir blieben, was wir waren, Wir ändern uns nicht.« Dieses erschreckende Credo zeigt ein Gedicht, das er in seiner lebenslangen Haft verfasst hatte.

Armin Fuhrer und Heinz Schön zeichnen das Bild eines Mannes, dem es nicht gelang, nach den Erfahrungen als Frontsoldat des Ersten Weltkrieges in ein ziviles humanes Leben...


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