Werbung

Spendenaufruf nach Brandanschlag auf jüdischen Friedhof in Dresden

Dresden (epd/ND). Nach dem Brandanschlag auf den Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden am vergangenen Sonntag hat der Freundeskreis der Dresdner Synagoge zu Spenden aufgerufen. Zugleich verurteilte er die Brandstiftung »aufs Schärfste« als einen Anschlag auf die Jüdische Gemeinde sowie die gemeinsame deutsch-jüdische Geschichte und Kultur, heißt es in einer Mitteilung des Vereins am Donnerstag in Dresden. Mit dem Spendengeld soll das bei dem Anschlag zerstörte Eingangsportal der früheren Synagoge (1950-2001) und jetzigen Begräbnishalle wieder aufgebaut werden. Außerdem müsse die Sicherheit auf dem Friedhof erhöht werden, hieß es.

Unbekannte hatten am frühen Sonntagmorgen auf dem jüdischen Friedhof im Dresdner Stadtteil Johannstadt Feuer gelegt und die Eingangstür der Halle angezündet. Der Schwelbrand war von einer Radfahrerin entdeckt worden, die Polizei und Feuerwehr alarmierte. Damit seien größere Schäden verhindert worden, hieß es. Der Sachschaden belaufe sich dennoch auf rund 5000 Euro, hieß es.

Die sächsische Sonderkommission Rechtsextremismus hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. Konkrete Spuren gibt es nach Angaben des Landeskriminalamtes bisher noch nicht. Ein rechtsextremer Hintergrund wird nicht ausgeschlossen.

Der Freundeskreis hatte sich maßgeblich für den Bau einer neuen Synagoge in Dresden eingesetzt. Der Neubau im Stadtzentrum wurde am 9. November 2001 eingeweiht.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!