EU nun mit »Finanzpolizei«

Europas Geldgeschäfte werden ab 2011 härter kontrolliert

  • Von Michael Brehme und Christian Böhmer, Brüssel (dpa)
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Drei neue Aufsichtsbehörden überwachen von 2011 an für die gesamte EU Banken, Versicherungen und Börsen. EU-Kommissar Barnier spricht von einem »Meilenstein«. Doch vorher gab es ein langes Hickhack.

Die Finanzkrise machte vielen Menschen in Europa Angst, denn sie brachte sogar Großbanken ins Wanken. Viele Staaten mussten mit Milliardenhilfen eingreifen. Die Europäische Union und die G20- Staaten nahmen sich deshalb vor, die Wiederholung einer solchen Notlage zu verhindern – eine neue Regulierung musste her.

Zwei Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers setzt die EU mit der Schaffung dreier neuer Aufseher von Banken, Börsen und Finanzmärkten nun ein wichtiges Signal. Die EU-Finanzmarktpolizisten werden mit einer nie dagewesenen Machtfülle ausgestattet. Bei akuten Schieflagen von grenzüberschreitend tätigen Banken und Versicherungen sollen sie das Krisenmanagement steuern.

Zudem können die europäischen »Sheriffs« unter bestimmten Bedingungen Geschäfte mit riskanten Finanzprodukten verbieten. Auch die umstrittenen Ratingagenturen, die die Kreditwürdigkeit von Staaten und Unternehmen bewerten und damit Krisen aus...


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