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NPD-Mitglied als Schiedsrichter

Nachwuchstrainer war wegen rechtsextremer Gesinnung suspendiert

Laucha/Magdeburg (dpa/sa) - Der Sportverein BSC 99 Laucha hat seinen suspendierten rechtsextremen Nachwuchstrainer am Wochenende als Schiedsrichter eingesetzt. Scharfe Kritik kam dafür vom Landessportbund (LSB). "Wir können und werden das so nicht hinnehmen", teilte LSB-Präsident Andreas Silbersack am Montag mit. Auf dem 6. Ordentlichen Landessporttag am 25. September will der Landessportbund seine Satzung so ändern, dass sein Handlungsspielraum gegen Fremdenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung und politischen Extremismus künftig größer wird.

Der ehemalige Nachwuchstrainer, der für die NPD im Stadtrat von Laucha sitzt und hauptberuflich als Schornsteinfeger arbeitet, ist seit längerem im Visier der Öffentlichkeit. Wegen seiner politischen Orientierung will das Land Sachsen-Anhalt ihm auch die Lizenz als Bezirksschornsteinfegermeister entziehen. Als Trainer war der Mann im August suspendiert worden.

Der Ex-Trainer hat am Samstag ein Jugendfußballspiel in Laucha gegen Naumburg 05 gepfiffen. "Wir tragen im Sport alle gemeinsam ein großes Stück gesellschaftliche Verantwortung. Deshalb müssen wir bei den Verantwortlichen vor Ort Verständnis dafür erzeugen, dass sich eine offen zur Schau getragene rechtsextreme politische Gesinnung nicht mit der Tätigkeit in einem unserer Sportvereine vereinbaren lässt, weder als Übungsleiter noch als Schieds- oder Kampfrichter", sagte Silbersack.

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