Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Eichenlaub statt Autolawine

Umweltschützer kämpfen seit Jahren gegen die Abholzung des letzen Grüns rund um Moskau

  • Von Bernhard Clasen
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Im Sommer eskalierte der Konflikt um einen der letzten verbliebenen Wälder in der Nähe Moskaus. Er soll für eine Autobahn abgeholzt werden. Bis Oktober sind die Rodungen unterbrochen. Wie es weitergeht, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Voraussichtlich Ende September wird zwei jungen Moskauern der Prozess gemacht.

Auch Antifas unterstützen die Proteste. Sie fordern die Freilassung zweier Aktivisten.

Dass es ausgerechnet die Umweltbewegung schaffen würde, so viele Menschen auf die Straße zu bringen, hätte niemand in Russland erwartet. Doch am 22. August strömten mehrere Tausend auf den Moskauer Puschkin-Platz, um für den Wald der Moskauer Vorstadt Chimki zu demonstrieren. Vier Tage später verkündete Präsident Dmitri Medwedjew überraschend einen vorläufigen Stopp der Rodungen. Mehr als eine Atempause ist das nicht.

Begonnen hatten die Auseinandersetzungen um den Eichenwald, der wichtiger Teil des sogenannten »grünen Ringes um Moskau« ist, 2006, als die Behörden eine Autobahn mitten hindurch genehmigten. Das Projekt wäre zügig durchgewunken worden, wären da nicht einige kritische Bürger der Kleinstadt Chimki, die auf die finanziellellen Interessen hinwiesen. Land in unmittelbarer Nähe des Moskauer Flughafens Scheremetjewo ist ein Leckerbissen für Investoren. So soll nicht nur die Autobahn gebaut werden, sondern auch »Infrastrukturein...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.