Bildung soll nichts kosten

Jüngste OECD-Studie zeigt: Deutschland ist Spitzenreiter – im Verwalten des Mangels

  • Von Isidor Grim
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die OECD hat am Dienstag die Studie »Bildung auf einen Blick 2010« und »Lernen für die Arbeitswelt« zur Berufsbildung in Deutschland vorgestellt. Diese liefert nicht nur Argumente für höhere Bildungsinvestitionen.

Letztes Wochenende ergab sich auf einer Landpartie ein Gespräch mit meinem alten Freund Peter. Er ist Direktor eines Berliner Oberstufenzentrums, d.h. er hilft Halbwüchsigen durch Berufsausbildung und beim Erwachsenwerden. Ich selbst unterrichte vertretungsweise an Gesamtschulen, leite einen Ausbildungsbetrieb für europäische Studierende und zuweilen verdinge ich mich als Wissenschaftsjournalist. Wir hatten uns also eine Menge zu erzählen. Und wie schimpfte er hinterm Steuer darüber, dass die Deutschen im internationalen Vergleich der Bildungssysteme immer so schlecht abschneiden! Besonders dem Bereich der dualen Ausbildung geschehe Unrecht, machte er seinem Ärger Luft. Dieser rangiere auf der Bewertungsskala immer ganz unten. Und was nenne sich nicht alles »Studium« an englischen Further Colleges oder amerikanischen Community Colleges, während das höchst effiziente duale System völlig verkannt werde!

Der Widerspruch der OECD dürfte ihn...


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