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Frankfurter Börse feiert sich selbst

Festakt zum 425. Jubiläum / Ver.di bangt um Jobs

Frankfurt am Main (dpa/ND). 425 Jahre Börse – ein Grund zum Feiern am Finanzplatz Frankfurt. Mit einem Festakt erinnerten Börsianer und Banker am Freitag an den 9. September 1585: Damals setzten Händler am Messestandort Frankfurt einheitliche Wechselkurse für Münzen durch. Sie wollten damit Wucher und Betrug ein Ende setzen und gaben zugleich das Startsignal für die Frankfurter Börse. Heute läuft der Handel zwar fast vollständig über Computer, aber das Prinzip von Angebot und Nachfrage war vor 425 Jahren das gleiche wie heute.

Das Prinzip eines mit Augenmaß regulierten Marktes habe sich auch in der jüngsten Krise bewährt, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse AG, Reto Francioni, auf dem Frankfurter Börsenparkett. »Die Probleme sind auf außerbörslichen, unregulierten Märkten entstanden. Hier gilt es regulatorisch nachzubessern. Da werden wir uns als Börse einbringen.« Die EU plant bessere Kontrollen des Derivatehandels, indem dieser an die Börse gebracht wird.

Die Gewerkschaft ver.di kritisierte derweil ein geplantes Sparpaket des Börsenbetreibers. Demnach sollen wegen des unterschiedlichen Gehaltsniveaus Arbeitsplätze aus Frankfurt bzw. Luxemburg ins tschechische Prag verlagert werden. Ver.di-Sekretär Herbert Bayer erklärte am Freitag dazu, die Forderung des Betriebsrates, betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen, sei richtig. Anstatt »Personalabbau und damit Kompetenzverlust zu organisieren«, sollte die Deutsche Börse ein Qualifizierungsprogramm für die Beschäftigten auflegen. Foto: dpa

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