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Alle mit allen

Kaum hat sich die Aufregung um die lange überfällige Abschaffung der Hauptschulen in Berlin einigermaßen gelegt, zieht Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) den nächsten Aufreger aus der Schublade. Er möchte zum Schuljahr 2012 / 13 die Sonderschulen in der Hauptstadt abschaffen, nur noch für Schüler mit starken Behinderungen sollen Förderzentren fortbestehen. Der Plan kann – umgesetzt mit ausreichendem, kompetentem Personal – ein Gewinn für alle Schüler sein. Nicht nur werden jene mit Lern- und Sprachschwächen von einem belastenden Stigma befreit. Auch die »normalen« Schüler werden von dieser Herausforderung profitieren, durch die sie Verantwortung und Toleranz erlernen.

Ganz zu schweigen davon, dass die Diagnose »behindert« teils allzu schnell gestellt wird und oft nichts anderes als eine Kapitulation vor individuellen Problemen »ganz normaler« Schüler widerspiegelt. Bei dem zu erwartenden konservativen Protest hat Zöllner zudem einen starken Verbündeten im Rücken. Die UNO hat klipp und klar die sogenannte Inklusion – die Integration von Schülern mit Behinderungen in den normalen Schulalltag – gefordert. Zu Recht. Ist sie doch ein weiterer Schritt zur besten, auch in Berlin längst nicht erreichten Schulform: Alle lernen mit allen, gemeinsam, ganztägig, von der ersten bis zur letzten Klasse.

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