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Malta im Rosenkrieg

Hitzige Debatte über Scheidungslegalisierung

  • Von Giacomo Fernando, Valletta
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Als einziges Land Europas erlaubt Malta keine Scheidung. Das könnte sich bald ändern: Ein Abgeordneter der regierenden Nationalisten will die Aufhebung des Verbots. Regierung und Katholische Kirche sind dagegen.

In Malta ist die Welt noch in Ordnung. Während im Norden Europas Scheidungen ebenso normal geworden sind wie unverheiratete Paare und uneheliche Kinder, sind Scheidungen in der Inselrepublik im Mittelmeer nicht erlaubt.

Das solle sich ändern, verlangt Jeffrey Pullicino Orlando. Der Abgeordnete der regierenden Nationalisten hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Scheidung ermöglichen soll. Etwa in Fällen, in denen die Beziehung unwiderruflich zusammengebrochen ist, »um einen größeren Schaden für das Gemeinwohl zu verhindern, der von der gegenwärtigen Situation hervorgerufen wird, in der Wiederverheiratungen unmöglich sind und unverheiratete Paare zusammenleben«. Der Vorschlag orientiert sich an der Scheidungsregelung im ebenfalls katholischen Irland. Danach dürfen Paare die Scheidung beantragen, wenn sie mindestens vier Jahre getrennt gelebt haben. Pullicino fordert bis Januar 2011 eine Debatte über den Vorschlag. »Ich bin gläubiger Kath...


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