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UNO hofft auf Gelder durch Gipfeltreffen

Konferenz zu Millenniumszielen eröffnet

UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat am Montag in New York einen Sondergipfel der Vereinten Nationen eröffnet, der den Kampf gegen Armut, Hunger und Krankheiten in der Welt vorantreiben soll.

New York (AFP/dpa/ND). Seit dem UNO-Millenniumsgipfel vor zehn Jahren habe es in den armen Ländern viele Fortschritte gegeben, die allerdings »immer noch brüchig« seien, sagte Ban. »Es gibt noch viel zu tun.« Mit politischem Willen und zusätzlichen Finanzmitteln könne der Lebensalltag von Milliarden Menschen verbessert werden: »Trotz aller Hindernisse, trotz aller Skepsis sind die Millenniumsziele noch erreichbar.«

Ban warnte in seiner Eröffnungsrede davor, angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise die Entwicklungshilfe zu vernachlässigen. »Wir sollten die Staatshaushalte nicht auf dem Rücken der Armen sanieren«, sagte er. »Wir dürfen uns nicht aus der Entwicklungshilfe zurückziehen, von der Milliarden Menschen abhängen.«

Der Generalsekretär bezifferte den zusätzlichen Finanzbedarf zur Umsetzung der Ziele bis 2015 vor Beginn des Gipfels auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Ban hofft darauf, bei dem dreitägigen Treffen Zusagen in Milliardenhöhe zu erhalten; die Summe soll am Mittwoch bekannt gegeben werden.

Der Präsident der UNO-Vollversammlung, Joseph Deiss, will bei der Bekämpfung der weltweiten Armut mehr privates Geld sehen. »Wir brauchen Unterstützer und Geber, aus dem öffentlichen und mehr aus dem privaten Sektor«, sagte der Schweizer am Montag zur Eröffnung des Gipfels in New York. »Viele, viele Menschen auf der Welt setzen große Hoffnung in diesen Gipfel. Diese Hoffnung müssen wir mit Leben erfüllen. Wir wollen, wir können, wir müssen helfen.« Die Staats- und Regierungschefs dürften die Welt nicht enttäuschen. Deiss ist die nächsten zwölf Monate Präsident der Vollversammlung. Es ist der erste Schweizer in einem so hohen UNO-Amt. Obwohl Genf seit Jahrzehnten nach New York und mit Wien der wichtigste Standort der UNO ist, war die Schweiz erst 2002 der Gemeinschaft beigetreten.

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