Werbung

Rechte Kosmetik

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Brav gescheiteltes Haar, Schuljungen-Brille, eleganter Anzug samt Seidentuch – Jimmie Aakesson schaut aus wie Schwiegermamas Liebling. Auch das mag geholfen haben beim erstmaligen Parlamentseinzug seiner vom rechten Rand kommenden »Schweden- demokraten«. Die haben sich inzwischen das Etikett »nationalistisch« verpasst, ihre Wurzeln aber liegen in der Neonazi-Szene. Heute trägt man Nadelstreifen, wie Fini, der einstige Chef der italienischen Neofaschisten, der längst erreicht hat, was sie anstreben: Regierungsverantwortung. Noch will sich Schwedens konservativer Wahlsieger Reinfeldt nicht von den Rechtspopulisten abhängig machen, aber seine Koalition hat ihre absolute Mehrheit verloren.

Beim Nachbarn ist man da schon weiter. Die DVP-Chefin Kjærsgaard, die auch Wahlkampf für Aakesson machte, hat als Mehrheitsbeschafferin das Kopenhagener Mitte-Rechts-Kabinett zu einer immer rigideren Einwanderungspolitik getrieben. In der Schweiz dominiert Blochers national-konservative Volkspartei den Nationalrat. In Österreich kommen die beiden rechtspopulistischen Parteien sogar auf rund 28 Prozent der Stimmen. Und auch in Holland will Wilders' PVV als drittstärkste Kraft im Parlament endlich in die Regierung. Sie alle drängen zur politischen Mitte, präsentieren sich gern als Anwälte der kleinen Leute, bleiben bei aller Kosmetik im Auftreten aber vor allem eines: ausländerfeindlich und rassistisch.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!