Meine Mutter ist Islam ...

Mittelschicht trifft Unterschicht – zumindest in einem Filmprojekt mit Berliner Schülern klappt das

  • Von Kai Walter
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

In seinem Buch »Deutschland schafft sich ab« spricht der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin von einer »Bringschuld« der Migranten bei der Integration. Doch Integration ist keine Einbahnstraße. Eine »Bringschuld« hat auch die Mehrheitsgesellschaft, nämlich die, Integration zu ermöglichen. Und das heißt vor allem, den Einwanderern zuzuhören, wenn sie etwas zu sagen haben. Ein Filmprojekt mit Berliner Schülern macht genau das.

Berührungsängste: Kassem (rechts) mit Workshopleiterin Anne Lübben (links) und seiner Lehrerin Dilik Geyik

Workshopleiterin Anna Lübben fragt, wie man es nennt, wenn die Kamera mal von oben schaut, mal von unten und mal von der Seite. »Verschiedene Perspektiven«, ruft der 16-jährige Kassem lauthals und fügt an: »Ich wusste gar nicht, dass ich das Wort kenne.« Kassem ist einer der Neuntklässler der Berliner Liebig-Schule, die sich für die Teilnahme am Filmprojekt »Einblicke« gemeldet haben. Vier von ihnen sitzen nun um einen großen Tisch im Arbeitsraum mit vier Mädchen und einem Jungen einer achten Klasse der Fritz-Karsen-Schule. Diese wirken etwas eingeschüchtert. Sie beobachten mehr als das sie agieren. Ein Mädchen sitzt auf dem Schoß eines anderen und der 14-jährige Julian hält sich zurück, obwohl in der Vorstellungsrunde durchklingt, dass er sich viel mit Filmen beschäftigt.

Die Stimmung wird von Kassem und seinen Kumpels geprägt. Lautstark reden sie dazwischen und kokettieren mit ihren vermeintlichen Schwächen: »Er hat ADS (Aufmerksamke...

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