Protest gegen braune Islamfeinde

Nazigegner wollen heute in der alten Kaiserstadt Aachen demonstrieren

  • Von Dominik Clemens, Aachen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ein für heute von Neonazis in Aachen geplanter Aufmarsch gegen den Bau der Yunus-Emre-Moschee war von der Polizei am Donnerstag zunächst verboten worden, das Verwaltungsgericht Aachen hob das Verbot am Freitagnachmittag auf. Polizeipräsident Klaus Oelze kündigte gegen das Urteil Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Münster an. Doch unabhängig vom Ausgang wollen Nazi-Gegner in der Stadt demonstrieren.

Es wäre der vierte Aufmarsch in der Kaiserstadt Aachen seit 2008: Neonazis aus dem Spektrum von NPD und der sogenannten »freien Kameradschaften« hatten seit Wochen für eine Demonstration am 25. September mobilisiert. Mit völkischem Vokabular wollten sie Stimmung gegen die vermeintliche »Überfremdung« Aachens machen und vor allem gegen den Bau der Yunus-Emre-Moschee protestieren. Sie planten, vom Bahnhof Rothe Erde durch das von vielen Migranten bewohnte Aachener Ostviertel bis in die Stolberger-straße zu ziehen.

In der Stolbergerstraße baut die »Türkisch-islamische Gemeinde zu Aachen e.V.« ein Gotteshaus. Die neue Moschee soll ein Provisorium in einer ehemaligen Tankstelle ersetzen, welches bislang von der dem DITIB-Dachverband angeschlossenen islamischen Gemeinde genutzt wurde.

Gefahr von Anschlägen

Der rechte Aufmarsch war am Donnerstag von der Aachener Polizei zunächst verboten worden. »Es besteht die Gefahr, dass Neonazis Sprengsät...

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