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Die gestern veröffentlichte Studie der IG Metall bestätigt nur einmal mehr, was die Spatzen längst von den Dächern pfeifen: Leiharbeit verdrängt erstens Normalarbeitsverhältnisse. Und zweitens setzen Unternehmer, wenn sie Arbeit zu vergeben haben, auf prekäre Beschäftigung anstatt auf reguläre Arbeitsverhältnisse – mit allem, was das nach sich zieht: gespaltene Belegschaften, wenige Arbeitskämpfe, und wer nicht mehr gebraucht wird, kann ganz einfach nach Hause bzw. zurück zu seinem »Personaldienstleister« geschickt werden. Paradiesische Zustände für Unternehmer. So ist auch erklärlich, dass 23 Prozent der befragten Metallbetriebe zwischen 10 und 50 Prozent Leiharbeiter einsetzen, Tendenz steigend. Die IG Metall nennt Leiharbeit denn auch kein Instrument zur Abfederung von Auftragsspitzen, sondern eines zur »Etablierung einer Billiglohnlinie«.

Die Studie zeigt zudem, dass der Gesetzentwurf zur Leiharbeit, den Arbeitsministerin von der Leyen Anfang des Monats vorgelegt hat, nicht ausreicht. Es fehlt bei Weitem nicht nur die Festschreibung der Höchstüberlassungsdauer. So kann der Entwurf kaum dazu dienen, die Bedingungen von Leiharbeitskräften und Stammbelegschaften anzugleichen. Ach was! Er verkennt einen wesentlichen Punkt. Wenn man Leiharbeit nicht so regelt, dass Missbrauch ausgeschlossen werden kann – ob nun der politische Wille fehlt oder die Möglichkeit überhaupt –, ist diese moderne Form der Sklaverei abzuschaffen. Basta. Dann müsste die Befristung von Arbeitsverhältnissen ausreichen, wenn die Auftragsbücher voller sind, als die Stammbelegschaft groß ist.

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