Mit Effizienz und auf »eigene Rechnung« gegen die Krise

Kubas Tageszeitung »Granma« veröffentlichte Details zu Reformen in der Wirtschaft

  • Von Harald Neuber
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Um gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise anzugehen, soll in Kuba der Sektor der kleinen und mittelständischen Unternehmen massiv ausgeweitet werden. Ende vergangener Woche gab die Regierung in der Tageszeitung »Granma« Details zu den neuen möglichen Privatunternehmen bekannt. Demnach sollen Kubaner künftig in 178 Tätigkeitsbereichen »auf eigene Rechnung«, also selbstständig, arbeiten können.

Die Veränderung des bislang weitgehend staatlich kontrollierten Wirtschaftssystems war von Regierungschef Raúl Castro bereits am 1. August in der Nationalversammlung angekündigt worden. Auf drei Seiten informierte nun die »Granma« über die Maßnahmen, die »Teil der erneuerten Wirtschaftspolitik« seien. Oberstes Ziel sei es, Produktivität und Effizienz in der Binnenwirtschaft des sozialistischen Landes zu steigern.

Die Öffnung der Wirtschaft für private Initiativen folgt unmittelbar auf die Ankündigung, 500 000 Angestellte aus dem Staatsdienst zu entlassen. Dies sei notwendig, um die immensen Ausgaben des Staates zu verringern, teilte der Gewerkschaftsdachverband CTC Mitte September in einer Erklärung mit. Zugleich wurde den Ausgemusterten weitgehende Unterstützung versprochen.

Wie nun bekannt gegeben wurde, können sich Kubaner vor allem im Dienstleistungsbereich selbstständig machen. Zu den erwähnten Tätigkeiten zählen handwerkliche Ber...

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