Werbung

Neue ADHS-Therapie

Richtlinien für Methylphenidat geändert

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Bei der Behandlung von ADHS-Kindern darf nicht mehr zuerst ein Medikament mit dem Wirkstoff Methylphenidat verordnet werden, beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten und Krankenkassen (GBA).

Künftig ist es unzulässig, Kinder, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erkrankt sind, sofort medikamentös zu behandeln. »ADHS-Kinder brauchen Spezialisten für Verhaltensstörungen, damit eine Behandlung erfolgreich ist«, so Peter Lehndorfer von der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Der GBA habe der fahrlässigen Verordnung von Ritalin einen Riegel vorgeschoben.

Die Diagnose und Behandlung von ADHS bei Kindern und Jugendlichen weist nach Expertenmeinung seit Jahren gravierende Mängel auf. »ADHS wird vorschnell diagnostiziert und einseitig medikamentös behandelt«, kritisiert Lehndorfer. Von 1997 bis 2006 stieg die Menge der verordneten Tagesdosen um das Zehnfache. Die geänderte Arzneimittel-Richtlinie schreibt jetzt vor, dass· eine Behandlung von ADHS ohne Medikamente beginnen muss. Methylphenidat darf erst eingesetzt werden, wenn die nicht-medikamentöse Behandlung erfolglos blieb, und nur in Verbindung mit psychologischer, pädagogischer und sozialer Therapie. Zu den Nebenwirkungen von Methylphenidat gehören Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, emotionale Labilität und langfristig ein geringeres Körperwachstum.

ADHS wird bei rund fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland diagnostiziert. ND

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!