Vergewaltigungen in Kongo kaltblütig geplant

Nationale Streitkräfte und NATO-Truppe bieten keinen Schutz

  • Von Odile Jolys, Johannisburg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Krieg in der Demokratischen Republik Kongo ist offiziell beendet. Trotzdem gehört für viele Kongolesen Gewalt immer noch zum Alltag. Margot Wallström, UN-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt in Konfliktfällen, ist bis zum 6. Oktober auf Arbeitsbesuch in Kongo, während im Osten des Landes die Gewalt wieder aufflammt.

Ein Vergewaltigungsopfer (l.) in einer Klinik in der Stadt Goma Foto AFP

Die UN-Sonderbeauftragte Margot Wallström will den Kreislauf der Straflosigkeit in Kongo durchbrechen. Allein im Juli und August sollen mehr als 500 Menschen vergewaltigt worden sein. Mord, Massenvergewaltigungen, Entführungen und Plünderungen sind in der Region Kivu, im Osten Kongos, seit 1996 an der Tagesordnung.

Verantwortlich dafür sind verschiedene bewaffnete Gruppen, die um die Kontrolle der zahlreichen Minen der Regionen kämpfen. Aber auch Teile der regulären Streitkräfte des Landes sind an dem Geschäft beteiligt. In der Region Kivu werden hauptsächlich Zinnerz und Koltan abgebaut, Mineralien, die für elektronische Geräte benötigt werden.

In vier Tagen, vom 30. Juli bis zum 2. August, wurden 303 Menschen in fünf Dörfern um das Städtchen Walikale in der Nord-Kivu-Region Opfer von Vergewaltigungen, gab das UN-Kommissariat für Menschenrechte in dem letzte Woche veröffentlichten Zwischenbericht bekannt. Unter den Opfern waren 235 Frau...

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