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61 Dollar pro Monat

Kambodschas Textilarbeiterinnen fordern mehr Lohn für Lebensunterhalt

  • Von Michael Lenz, Phnom Penh
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die miserablen Arbeitsbedingungen in asiatischen Textilfabriken haben in vielen Ländern für Proteste gesorgt. Aktueller Schauplatz ist Kambodscha.

Fünf Dollar mehr Lohn bekommt Hout Vannak seit diesem Monat. Der Mindestlohn der meist weiblichen Arbeiter in Kambodschas Textilfabriken wurde von bisher 56 Dollar, Kambodschas inoffizieller Währung, pro Monat auf 61 Dollar erhöht. Das hat der Verband der Textilmanufakturen mit der Regierung des südostasiatischen Königreichs vereinbart. Dafür muss Hout Vannak neun Stunden am Tag arbeiten. Überstunden, die sie nicht verweigern kann, werden mit 50 Cent pro Stunde entlohnt. Nur sonntags hat sie frei. So kommt die Mutter von zwei Kindern auf ein Monatseinkommen von etwa 80 Dollar. Davon leben können sie und ihre Familie kaum.

Hout Vannak ist eine von mehr als 350 000 Textilarbeitern in den hinter hohen Mauern verborgenen Fabriken im Großraum Phnom Penh, die für Weltmarken wie Adidas, Gap oder Levi's produzieren. Mitte September waren etwa 60 000 Textilarbeiter dem Aufruf der Gewerkschaften zum Streik gefolgt; sie fordern 93 Dollar Mindestl...


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