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Matthäus gefeiert

Bulgarien schöpft nach 1:0 in Wales Hoffnung

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In einem Spiel zum »Großen Lothar« von Bulgarien: Deutschlands Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat mit nur einem Sieg Euphorie im Balkanland entfacht. Das 1:0 in der EM-Qualifikation in Wales in Matthäus' erstem Spiel auf der Trainerbank seit 16 Monaten feierten die Bulgaren am Wochenende als Beginn eines neuen Zeitalters. »Endlich! Wir können wieder lächeln. Matthäus kann ein Team in fünf Tagen verändern«, sagte der ehemalige Wolfsburger Martin Petrow nach dem Sieg am Freitag.

Die auflagenstärkste bulgarische Zeitung »Trud« krönte den Deutschen gar zum »Großen Lothar«. »Bulgarien wachte aus dem langen Fußball-Koma auf«, schrieb das Blatt am Sonntag nach dem ersten Sieg in der EM-Qualifikation. Das Staatsfernsehen hofft bereits auf einen bulgarischen Höhenflug. »Die Ära Matthäus startete mit einem Sieg gegen Wales«, verkündete BNT auf seiner Internetseite.

Die Medien überschlugen sich in Begeisterung über den gelungenen Einstand. »Matthäus hat uns aus dem Dreck gezogen und allen bewiesen, dass er den Fußball großartig versteht. Bulgarien hat lange nicht mehr so brillant ausgesehen«, jubelte die Zeitung »Dnes« Die Kommentatoren führten den Erfolg insbesondere auf das intensive Training unter Matthäus unmittelbar vor dem Spiel in Cardiff zurück. In 24 Stunden habe es eine Rekordzahl von drei Trainingseinheiten gegeben. Kein bulgarischer Beobachter konnte sich an ein solches Trainingsprogramm vor einem Länderspiel erinnern..

Der Gefeierte drückte indes auf die Euphoriebremse und wollte den Erfolg »nicht überschwänglich feiern«. Matthäus sieht noch viel Arbeit auf sich zukommen, um wirklich »das Unmögliche möglich zu machen« und Bulgarien nach dem verpatzten Qualifikations-Start doch noch zur EM in Polen und der Ukraine zu führen. »Wenn man mich kennt, weiß man, dass ich engagiert und ehrgeizig bin«, sagte Matthäus. Verbandschef Borislaw Michailow warnte aber vor überzogenen Erwartungen. Die Situation sei »nicht besonders angenehm und die Chancen noch immer minimal«. dpa

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