Budapest verschweigt Ausmaß der Katastrophe

Ministerpräsident Orbán: Reiche Auslandsungarn sollen in Katastrophenfonds einzahlen

  • Von Gábor Kerényi
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eine Woche nach dem Chemieunfall in Westungarn haben Einsatzkräfte in Devecser die Leiche eines achten Todesopfers gefunden. Wie der ungarische Katastrophenschutz mitteilte, wird damit niemand mehr vermisst.

Während ausländische Umweltorganisationen Alarm schlagen, versucht Ungarns Regierung nach wie vor, das Ausmaß der Giftkatastrophe herunterzuspielen. Bereits am Freitag wurden die Schadstoffanalysen der etwa eine Million Kubikmeter Rotschlamm, der im westungarischen Kolontár aus dem Speicherbecken einer Aluminiumfabrik ausgeflossen ist, bekannt. Die Informationen kamen nicht etwa vom ungarischen Staat, sondern von ausländischen offiziellen Stellen und NGOs. Österreichs Umweltbundesamt gab bekannt, dass die Schlammbrühe viel mehr Schadstoffe enthält als angenommen. Laut Greenpeace sind die Arsen- und Quecksilberwerte katastrophal hoch. Der Arsengehalt liege um das Fünfundzwanzigfache über der erlaubten Höchstgrenze. Das enthaltene Que...


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