Odile Jolys, Johannesburg 14.10.2010 / Ausland

Die Frist läuft

Allen Simbabwern, die bis Ende des Jahres keinen rechtmäßigen Aufenthaltsstatus für Südafrika erlangen, droht 2011 die Abschiebung in das Krisenland

In Südafrika ist eine der größten Legalisierungsoperationen illegaler Migranten weltweit im Gange. Die drei bis vier Millionen Simbabwer in Südafrika haben bis Jahresende Zeit, um sich eine ordentliche Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu besorgen. Ab 2011 droht Simbabwern ohne Papiere die Abschiebung.

Vor dem Konsulat von Simbabwe in der Innenstadt von Johannesburg herrscht Massenandrang: Bis Ende des Jahres müssen sich die Simbabwer um reguläre Aufenthaltspapiere für Südafrika kümmern.
Die drei geordneten Menschenschlangen, die sich vor dem Gebäude des Konsulats von Simbabwe gebildet haben, stehen im krassen Gegensatz zu der um sie herum turbulenten Geschäftigkeit der Innenstadt Johannesburgs. Die Simbabwer, die hier in Südafrika leben, kennen diese Ecke der Stadt gut. Aus einem Innenhof direkt neben dem Konsulat fahren täglich mehrmals vollbepackte Busse in das 800 Kilometer entfernte Simbabwe. Mit in den Heimaturlaub nehmen sie alles, was in der heruntergekommenen Wirtschaft Simbabwes nicht mehr zu erwerben ist oder was die Menschen sich dort nicht mehr leisten können: Öl, Zucker, Mehl, Decken, Küchengerümpel und anderes. Aber die circa 500 Leute, die heute auf dem breiten Bürgersteig Schlange stehen, wollen nicht nach Simbabwe zurück. Im Gegenteil: Sie wollen ihre Bleibe in Südafrika mit dem Erwerb einer legalen Aufenthaltsgenehmigung sicher machen.

Arbeitslosigkeit zwang viele ins Exil

Seit April 2009 durften die...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: