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Charité: Neues Modellstudium Medizin

(dpa). Das Medizinstudium an der Charité wird mit dem Start des Wintersemesters am nächsten Montag völlig umgebaut: Die 300 Erstsemester werden erstmals im neuen Modellstudiengang studieren, in dem Theorie und Praxis von Anfang an verknüpft werden. »Der Berliner Modellstudiengang Medizin unterscheidet sich von anderen durch eine umfangreiche Integration klinischer und theoretischer Fächer bereits ab dem ersten Semester«, betonte Wissenschaftsstaatssekretär Hans-Gerhard Husung. Schon vom zweiten Semester an soll es auch Forschungspraktika geben. Die zweijährige Paukphase bis zum Physikum entfällt künftig.

Für die medizinische Fakultät heißt das jedoch auch, dass nun vorerst mehrere Studiengänge nebeneinander angeboten werden müssen – inklusive Zahnmedizin sogar vier. Etwa 7000 Studenten durchlaufen derzeit noch das herkömmliche Medizinstudium und den Reformstudiengang, den Vorläufer des neuen Konzepts. Erst wenn sie fertig sind, werden sämtliche Studenten nach dem neuen Curriculum lernen. Professoren monieren zudem, dass die Vorbereitungsphase letztlich zu kurz gewesen sei. Auch gebe es zu wenig Räume für die Lerngruppen, die künftig kleiner sein sollen, und es fehle noch an Honorarkräften.

An der inhaltlichen Gestaltung des neuen Studienganges war die gesamte Fakultät, darunter auch maßgeblich die Studenten, beteiligt. Dekanin Annette Grüters-Kieslich geht davon aus, dass alle Medizinischen Fakultäten in Deutschland vom Berliner Modell profitieren können: »Die Wissenschaftler evaluieren die praxisnahen Lernkonzepte, die unserer Ansicht nach das Medizinstudium in den nächsten Jahrzehnten prägen werden.«

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