Wie Kutschen auf Dampfmaschinen

E-Demokratie? Der Informatiker Peter Purgathofer wähnt uns in einer gedanklichen Sackgasse

Klingt gut: Wir stimmen am heimischen Computer ab. Wer soll uns im Bundestag vertreten? S21: Ja oder nein? Der Aufwand für direkt-demokratische Beteiligung würde gesenkt, weil wir nicht mehr in entlegene Amtsstuben eilen müssen, um während der üblichen Öffnungszeiten in Anwesenheit muffiger Bürokraten abzustimmen – wie heute leider bei Bürgerbegehren und Co. meist üblich.

Gar nicht mal so einfach: Wählen am Computer.
E-Voting, die elektronische Abstimmung. Am Wahlcomputer – das ist eher langweilig, weil mit gleich bleibendem Aufwand verbunden. Oder gleich am heimischen Rechner, der unser Votum per Internet in die digitale Wahlurne wirft. Schöne Vision! Doch nun die schlechte Nachricht: Sollte sie je Wirklichkeit werden, sind vorab noch ein paar Probleme zu lösen.

Eine Menge Probleme, um exakt zu sein, auch wenn viele Länder schon E-Voting praktizieren, zum Beispiel einige Kantone der Schweiz, Litauen, Österreich oder die USA, wo 2004 George Bush die Präsidentenwahl auch deshalb gewann, weil Wahlcomputer manipulierte Ergebnisse lieferten, wie nicht nur hartnäckige Verschwörungstheoretiker glauben.

E-Voting: Wie kann sicher gestellt werden, dass der Wähler Manfred Mustermann abstimmt und nicht statt seiner Martin Manipulator? Wie kann er, wie können wir wissen: Seine Stimme für die »Marxistische-Leninistische Partei Deutschlands« wird nicht a...



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