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Solch allgemeiner Fleiß, Sinn für Höheres

200 Jahre Humboldt-Universität zu Berlin – Das »Arbeitshaus« Unter den Linden

  • Von Armin Jähne
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.

»Feiern Sie mit uns 200 Jahre HU Berlin« ist in großen Lettern am Eingang der Humboldt-Universität in der deutschen Hauptstadt zu lesen. An diesem Freitag gab's eine große Party. Eigens für das Humboldt-Jubiläum komponierte Walter Steffens die »Kosmos-Symphonie«. Und unter dem Motto »Kosmos« wird am 4. Dezember zu einem Ball zwischen Himmel und Erde geladen, mit dem das Jubiläumsjahr gebührend ausklingen soll.

Nicht in einer Phase politischer und gesellschaftlicher Stabilität, sondern in einer Krisensituation ward die Berliner Universität gegründet. Das Heilige Römische Reich deutscher Nation hatte sich 1806 auf Verlangen Napoleons aufgelöst und im gleichen Jahr Preußen bei Jena und Auerstädt eine vernichtende Niederlage erlitten. In der Stunde der Demütigung kündigte sich jedoch der Aufbruch zu Neuem an.

Auf den Barrikaden

Der deutsche Geist, gestärkt durch Philhellentum, Aufklärung und den frischen Wind der Französischen Revolution, hoffte auf Veränderungen. Auch das Volk verlangte nach sozialen und politischen Korrekturen. Die Beseitigung der Kleinstaaterei und die Einheit des Vaterlandes standen ebenso auf der Tagesordnung wie die Abschaffung der Leibeigenschaft. Der Reformwille in Preußen wuchs und erfasste Staat wie Militär. Hierher gehörten auch der Gedanke und die Tat, eine moderne Universität mit einem an der Zukunft orientierten Bi...


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