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Künast: CDU denkbarer Partner

(dpa). Die Grünen wollen sich bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl im kommenden Jahr alle Koalitionsoptionen offenhalten. Es werde keinen Wahlkampf geben, der die CDU als Koalitionspartner unmöglich mache, kündigte die als mögliche Spitzenkandidatin gehandelte Bundestagsfraktionschefin Renate Künast in einem Gespräch mit der »Leipziger Volkszeitung« (Montag) an. Bei Koalitionen komme es für die Grünen immer auf die Inhalte an. Für Berlin gelte: »Mit der SPD kann man sich das am ehesten vorstellen.« Aber nur mit einem »offenen Wahlkampf« bleibe man »verhandlungsfähig«, betonte Künast. »Es gibt keinen Blankoscheck für die SPD.«

Die momentan hohen Zustimmungswerte für ihre Partei sieht die potenzielle Spitzenkandidatin als »eine Verpflichtung für die Grünen, keine Versprechen zu machen, die nicht gehen«. Auch die Grünen würden beispielsweise in Regierungsverantwortung mit der geltenden Schuldenbremse umgehen müssen. »Deshalb müssen wir reinen Wein einschenken, was geht und was geht nicht«, sagte Künast der Zeitung.

Die Ausgangslage für eine Regierende Bürgermeisterin Künast sei »extrem gut«, sagte der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, in der »B.Z. am Sonntag«. Die Grünen hätten schon bei der Europawahl besser abgeschnitten als die SPD. Hinzu komme die Schwäche der CDU.

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