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Wenig Geburten im Westteil Berlins

Pankow unter den kinderfreundlichsten Bezirken an der Spitze

(dpa). Die Bevölkerungsentwicklung in Berlin ist in zwei klare Trends gesplittet: In den bürgerlichen Bezirken im früheren West-Berlin sterben deutlich mehr Menschen als Nachwuchs geboren wird. In den zentral gelegenen Bezirken entlang des früheren Mauerstreifens gibt es dagegen einen großen Geburtenüberschuss. Hier liegen Stadtteile wie Prenzlauer Berg, Wedding, Mitte und Kreuzberg, wo junge Familien wohnen und die rückläufigen Zahlen im Westen der Hauptstadt ausgleichen. In den weiter östlich gelegenen Bezirken ist die Entwicklung eher ausgewogen.

In Pankow, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg wurden laut den aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes in den ersten fünf Monaten des Jahres insgesamt 4040 Kinder geboren, gleichzeitig starben 2569 Menschen – ein Plus von 1471.

In Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau und Steglitz-Zehlendorf wurden im gleichen Zeitraum nur 2219 Neugeborene erfasst. Es gab aber 3444 Sterbefälle – ein Minus von 1225.

In ganz Berlin starben von Januar bis Mai 424 mehr Menschen als geboren wurden. Die Gesamtzahl der Geburten stieg jedoch leicht an: von 11 472 (Januar bis Mai 2009) auf 11 648 Kinder in diesem Jahr (+ 1,5 Prozent).

Unter den kinderfreundlichsten Bezirken bleibt Pankow (inklusive Prenzlauer Berg) mit 1622 Geburten an der Spitze (Januar bis Mai 2009: 1570). Den zweiten Platz belegt Mitte mit 1270 Neugeborenen, den dritten Neukölln mit 1158 Kindern. Pankow liegt auch beim Geburtenüberschuss (502) ganz vorne. Die höchste Rate hierbei hat Friedrichshain-Kreuzberg (510).

Der durch natürliche Gründe bestimmte stärkste Rückgang findet sich in Steglitz-Zehlendorf. Hier starben 532 mehr Menschen als neugeboren wurden. Eine vergleichbare Quote weist auch Charlottenburg-Wilmersdorf (-397) auf. Am wenigsten Kinder wurden in Spandau geboren (630).

Ende Mai hatte Berlin 3 443 735 Einwohner, darunter 2 975 912 Deutsche und 467 823 Ausländer. Im größten Bezirk Pankow wohnten 367 234 Menschen, in Spandau nur 224 201.

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