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Weniger Demokratie wagen

Anfang vom Ende der Mitbestimmung für Studenten bei der Hans-Böckler-Stiftung?

  • Von Martin Lejeune
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Sollen die bisherigen Gremien der errungenen Mitbestimmung von Stipendiaten in der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) beibehalten oder abgeschwächt werden? Um diese Frage tobt derzeit ein erbitterter Richtungskampf innerhalb der gewerkschaftsnahen Studienstiftung, die 1954 ausgerechnet unter dem Namen »Stiftung Mitbestimmung« gegründet wurde.

Die HBS war schon immer etwas anders als andere Studienstiftungen: 28 Prozent der Stipendiaten stammen aus der bildungsfernen Unterschicht. Zum Vergleich: 17 Prozent sind es bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, 14 Prozent bei der Heinrich-Böll-Stiftung und nur 5 Prozent bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Das Besondere an der Struktur der HBS hingegen ist, dass es bisher ein Bundeskollektiv gibt, das die institutionelle Vertretung innerhalb der Studienförderungsabteilung darstellt und die stipendiatische Mitbestimmung sicherstellen soll, ähnlich einem Betriebsrat in einem Unternehmen, einem Personalrat in einer Behörde oder dem Allgemeinen Studierendenausschuss an der Universität.

»Wenn man in einer gewerkschaftsnahen Stiftung ist, will man auch, dass man als Stipendiat mit in Entscheidungsprozesse involviert ist«, meint Verena Smöch, eine Stipendiatin aus Frankfurt am Main, die während ihres Soziologiestudiums von der Stiftung g...


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