Dichtung tröstet

Lyrik im Aufwind? Ein Wunschgefühl

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 8.5 Min.

Laute Verse. Gedichte aus der Gegenwart«, »Der gelbe Akrobat. Deutsche Gedichte der Gegenwart, kommentiert«, »Streifzüge durch die Poesie. Von Klopstock bis Celan«, »Und in der Nacht ein Licht. Hundert Trost-Gedichte« ... Es stapeln sich die neuen Lyrikbände in der Redaktion. Dabei hieß es lange, Gedichte seien unverkäuflich. Sind Verlage wagemutiger geworden? Das bekäme ihnen schlecht, wenn der Umsatz sinkt. Also wird es wohl so sein, dass das Klima für Lyrik sich verbessert hat, es gibt ja sogar ein Internationales Lyrikfestival in Berlin. Wird gebundene Rede wieder modern, zeigt sich ein Trend gar generell zu mehr Geistigkeit?

Die Statistik des Börsenvereins ist ernüchternd: Der Verkauf von Lyrikbänden, längst minimal, ist weiter zurückgegangen. Und damit könnte das Nachdenken schon vorbei sein: Hast dich getäuscht, hast dich, unter Neonlicht am Computer, gesonnt in der Vorstellung, dass die Wirklichkeit deinem Bemühen entgegenkäme,...


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