Eine Burg für 23 000 DDR-Kunstwerke

Im ostbrandenburgischen Beeskow soll ein großes Archiv entstehen – wenn Mittel aus einem EU-Programm fließen

  • Von Sigurd Schulze
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Kunstarchiv Beeskow (Brandenburg) mit seinen 23 000 Werken aus der DDR soll nach einem Entwurf des Architekten Max Dudler erweitert werden. Die Hoffnung liegt nun auf einer großzügigen EU-Förderung. Entschieden wird darüber 2011.

Das Städtchen Beeskow im Osten Brandenburgs zählt nur 2850 Einwohner. Selbstbewusst hatten die Stadtverordneten im Juni 2007 trotzdem beschlossen, im Ostflügel der Burg einen Neubau für das Kunstarchiv Beeskow zu errichten. Zu jener Zeit war die Wirtschaftskrise erst im Anrollen, aber auch die folgenden Eruptionen konnten die Verantwortlichen nicht beirren. Schritt für Schritt begannen sie, ihr Projekt zu realisieren.

Überparteiliche Lobby

Im Dezember 2009 wurde der Planungswettbewerb europaweit ausgeschrieben, im Juni 2010 wählte eine Jury die vier besten Entwürfe aus. Am 5. August erhielt das Architektenbüro Max Dudler den Auftrag. Auf dieser Grundlage arbeitete Bürgermeister Frank Steffen mit Hochdruck den Antrag für EU-Fördermittel aus, den er am 8. Oktober fristgerecht einreichte. Das ist erst Phase drei auf dem langen Weg bis zum fertigen Bau, aber ein Grund zum Aufatmen. Im Februar 2011 rechnen die Beeskower mit einer Entscheidu...


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