Werbung

Ohne jede Grundlage

  • Von Christian Klemm
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung erzeugt in der Bevölkerung eine aggressive Stimmung gegen in Deutschland lebende Migranten. Dieser Verdacht drängt sich nach Lektüre eines gestrigen Zeitungsberichts unweigerlich auf. Demzufolge hält das Bundesinnenministerium Daten über die Zahl der sogenannten Integrationsverweigerer zurück, weil sie offenbar nicht in die politische Linie der Unionsparteien passen. So wird berichtet, dass Migranten, die nicht an einem Sprach- und Integrationskurs teilnehmen wollen, kaum ein Problem seien. Bundesinnenminister de Maizière (CDU) hatte von etwa 10 bis 15 Prozent integrationsunwilligen Migranten gesprochen – offenbar eine maßlose Übertreibung. Eine konsequentere Bestrafung von sogenannten Integrationsverweigerern, die von Teilen der Union in den vergangenen Wochen gefordert wurde, entbehrt wahrscheinlich jeder Grundlage.

Hinter dieser politischen Kampagne steckt Kalkül. Die CSU in Bayern hat mächtig an Zustimmung verloren. Durch ihr Gerede von »Leitkultur« und Einwanderungsstopp für Türken und Araber will sie ihr Stammtischpublikum bedienen und verlorengegangene Stimmen im Freistaat zurückgewinnen. Die CDU will durch die Stimmungsmache unter anderem von eigenen Fehlern in der Integrationspolitik ablenken. Sie macht die Migranten zu Sündenböcken und gibt ihnen die Schuld an ihrer Lage. Selbstkritik ist für viele Politiker eben ein Fremdwort.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!