Das Kind im Brunnen – ein Dossier

Aufschlussreiche Handreichung der Linkspartei zur Aufklärung über Vorgänge und Absichten

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die Veröffentlichung der Geheimverträge zur 1999 erfolgten Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe löste eine heftige Debatte aus. Antworten auf Fragen nach politischer Schuld und Sühne dürften heftig in den Wahlkampf schwappen. Im September 2011 geht es um das Landesparlament und damit das Amt des Regierenden Bürgermeisters. Die LINKE versucht sich jetzt in Klarstellung.

»Senator Wolf hat Recht«, räumte gestern ungewohnt wortkarg die Redaktion des Boulevardblattes »B.Z.« unter einer Gegendarstellung ein. Nicht der Berliner Wirtschaftssenator persönlich hatte, wie behauptet, den Wasservertrag 2004 geändert. Vielmehr hatten die Senatsverwaltungen für Finanzen und für Wirtschaft »eine Vertragsanpassung verhandelt, die das Berliner Abgeordnetenhaus im Jahre 2004 mit Mehrheit beschlossen hat«, wie es richtig heißen muss. Der solchermaßen korrigierte Autor bedient gemeinhin die Kolumne »Mein Ärger«, die er dann in vorgeblich »gerechtem Zorn« abarbeitet. Hier zog er ihn auf sich.

Das dürfte in der derzeit höchst erbitterten Debatte um die Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe noch öfter geschehen. Eine Handreichung liefert die Linkspartei mit ihrem Dossier »Kampf um das Berliner Wasser«. Vieles von dem, was mit rund 200 Seiten veröffentlichter Geheimverträge an Beschuldigungen und Rechtfertigungen, a...


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