Markus Bernhardt, Essen 08.11.2010 / Inland

NPD provoziert am 9. November

Aktion in Essen zum »Gedenken an Mauertote« geplant – Bündnis will Aufmarsch verhindern

Ausgerechnet am morgigen Dienstag, dem Jahrestag der so genannten Reichspogromnacht, will die neofaschistische NPD auf dem Germaniaplatz im Essener Stadtteil Borbeck eine »Mahnwache« abhalten. Während die rechtsextreme Partei ihre Aktion unter dem fadenscheinigen Motto »Mauerfall am 9. November 1989 – In Gedenken an die Mauertoten« angemeldet hat, rechnen örtliche Antifaschisten mit einem eindeutig antisemitischen Aufmarsch der Neonazis. Schließlich wurden am 9. November 1938 auch in Essen-Borbeck die Geschäfte von Jüdinnen und Juden durch deutsche Faschisten zerstört.

In Essen ist die Entrüstung über die neue Provokation der neofaschistischen NPD ist groß. Die Anmeldung der »Mahnwache« zum »Gedenken an die Mauertoten« durch das Essener NPD-Ratsmitglied Marcel Haliti sorgt bei Gewerkschaften, Kirchen und antifaschistischen Organisationen für Empörung. Haliti hat bei der Polizei auch die Erlaubnis für Fackeln beantragt. Nicht nur das antifaschistische Bündnis »Katernberg stellt sich quer!« wertet die NPD-Aktion als »antisemitische Provokation«. Auch Anna Conrads, innenpolitische Sprecherin der LINKEN im NRW-Landtag, forderte am Sonntag ein Verbot des besagten Fackelaufmarsches.

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