Am Boden, aber nicht am Ende

Die Wirtschaftsentwicklung wird das Schicksal von USA-Präsident Obamas entscheiden

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der politische Alltag hat Barack Obama nach seiner Niederlage bei den Kongresswahlen wieder. Am Wochenende brach der USA-Präsident zu einer mehrtägigen Asienreise auf. Die Frage nicht nur in Washington ist: Wird er schon bei Halbzeit seiner ersten Amtsperiode zur sprichwörtlichen »lahmen Ente«? Die Antwort heißt uneingeschränkt Ja.

Nach der empfindlichen Niederlage seiner Demokratischen Partei bei den Zwischenwahlen ist Barack Obama, der gerupfte Hoffnungsträger des Wandels eine klassische »lame duck«: gestutzt, bedingt manövrierfähig und bedingt abwehrbereit. Ganz abgesehen davon, dass er auch vor der Wahlschlappe nie uneingeschränkt in seinen Entscheidungen war.

Wie im wahren Leben, wo lahme Enten wieder auf die Beine kommen oder untergehen können, ist Barack Obamas politische Zukunft ungewiss. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie seine Chancen auf eine zweite Amtszeit bei der Präsidentschaftswahl in zwei Jahren stehen. Sicher jedoch ist: Das politische Überleben des Präsidenten hängt von vielen Faktoren ab, aber von keinem so sehr wie von der Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft. Deren Rahmenbedingungen verändern sich seit mehreren Jahren beständig zugunsten aufstrebender Länder wie China oder Indien und zu Lasten der Vereinigten Staaten. Das hat zu ...


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