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Alte Liebe rostet doch

Studie belegt Entfremdung von Sozialdemokratie und Gewerkschaften

  • Von Martin Lejeune
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Gewerkschaften suchen vermehrt die Nähe zur Linkspartei. Auf der anderen Seite fühlen sich vor allem Jusos von den Gewerkschaften zunehmend entfremdet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Sozialdemokratie

Martin Behrens vom gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut in der Hans-Böckler-Stiftung und Wade Jacoby, Politikwissenschafter an der Brigham Young University im US-Bundesstaat Utah, befragten 2366 SPD-Aktivisten zu ihrem Verhältnis zu den Gewerkschaften. Darunter befanden sich neben Vorstandsmitgliedern und Bundestagsabgeordneten auch Ortsvereinsvorsitzende sowie andere Mandatsträger, aber auch sehr aktive Mitglieder ohne Funktion, also der Kern der SPD-Mitglieder, die die Partei vorantreiben.

»Wie groß sollte Ihrer Meinung nach der Einfluss gewerkschaftlicher Positionen innerhalb der SPD sein?«, lautete eine Frage und nur 56 Prozent der Antwortenden gaben an »großer als bisher«. 33 Prozent der SPD-Elite wünscht sich sogar einen »schwachen« Einfluss gewerkschaftlicher Positionen, das heißt »unverändert schwach«, kommentiert Behrens trocken.

Dass sich das Verhältnis zwischen der SPD und den Gewerkschaften ...


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