Sarkozy täuscht Wandel vor

Frankreich: Kabinettsumbildung ändert nichts an der Politik

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am Samstagabend hat Frankreichs Premierminister François Fillon Präsident Nicolas Sarkozy den Rücktritt der Regierung angeboten, den dieser angenommen hat. Am Sonntagmorgen wurde er bereits vom Staatschef mit der Bildung eines neuen Kabinetts beauftragt, dessen Zusammensetzung noch im Laufe des Tages oder spätestens Montagmorgen bekannt gegeben werden sollte.

Die meisten Franzosen begrüßen die Schnelle, mit der nun die Regierungsumbildung vonstatten geht, denn für ihren Geschmack haben die Diskussionen und Spekulationen darüber schon viel zu lange gedauert. Bereits im Frühjahr, nach der schweren Niederlage der rechten Regierungspartei UMP bei den Regionalwahlen, die als Denkzettel für den Präsidenten zu werten war, hatte Nicolas Sarkozy eine komplette Neuformierung seiner Regierungsmannschaft angekündigt, um mit »Schwung und neuen Ideen« in die Endphase seiner durch zahlreiche umstrittene Reformen geprägten Präsidentschaft zu gehen. Beobachter werteten das vor allem als Versuch Sarkozys, seinen Popularitätsverlust aufzuhalten und alle Kräfte zu bündeln, um die nach heutigem Stand durchaus nicht sichere Erringung eines zweites Mandats bei den Präsidentschaftswahlen 2012 vorzubereiten.

Die monatelangen Protestaktionen gegen die einschneidende und ohne echte Beteiligung der Gewerkschaften und d...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 597 Wörter (4170 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.