Asylbewerber können umziehen

Oberfranken zieht Konsequenzen aus Kritik

Coburg/Bayreuth (dpa/ND). Die Regierung von Oberfranken hat die Kritik an den schlechten hygienischen Zuständen in einer Asylbewerberunterkunft in Coburg zurückgewiesen, den Bewohnern aber ein Ausweichquartier angeboten. Das Gebäude weise zwar Abnutzungserscheinungen auf, die Wohnsituation entspreche jedoch den rechtlichen Anforderungen, teilte die Regierung von Oberfranken am Dienstag in Bayreuth mit. Die rund 50 alleinstehenden Menschen könnten aber bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten in eine Gemeinschaftsunterkunft in Kulmbach umziehen.

Der bayerische Flüchtlingsrat hatte vor einer Woche von menschenunwürdigen Zuständen berichtet und die sofortige Schließung der Unterkunft gefordert. Neben einem undichten Dach, freiliegenden Stromkabeln und Kakerlaken hatte die Organisation vor allem die ungenügende Zahl von Toiletten und Duschen beklagt. Regierungspräsident Wilhelm Wenning wies darauf hin, dass die ursprünglichen Pläne zur Schließung der Unterkunft wegen der steigenden Asylbewerberzahl nicht verwirklicht werden konnten. Deshalb habe die Regierung bereits vor dem Besuch des Flüchtlingsrats Sanierungsmaßnahmen veranlasst. Das Gesundheitsamt habe die Unterkunft vor einer Woche unter die Lupe genommen und festgestellt, dass die Räume aus hygienischer Sicht in einem akzeptablen bis guten Zustand seien.

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