Strengere Regeln für Zeitarbeit

Linksfraktion präsentierte eigenen Gesetzentwurf zur Arbeitnehmerüberlassung

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die LINKE legte am Dienstag einen eigenen Gesetzentwurf zur Leiharbeit vor. Darin fordert die Partei gesetzliche Obergrenzen für die Leihdauer, gleichwertige Bezahlung vom ersten Einsatztag an und eine Flexibilitätsprämie für die Betroffenen.

Leiharbeit, Personalleasing oder Zeitarbeit – das moderne Arbeitsnomadentum hat viele Namen. Doch immer folgt Leiharbeit demselben Prinzip: Eine Zeitarbeitsfirma »überlässt« ihren Mitarbeiter einer anderen Firma. Zwar verrichten die bundesweit mehr als 900 000 Leiharbeiter oft dieselbe Arbeit wie ihre fest angestellten Kollegen, doch werden sie dafür viel schlechter bezahlt. »Durchschnittlich verdienen die Betroffenen 30 Prozent weniger als ihre Kollegen – im Extremfall sogar bis zu 60 Prozent«, betonte die Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann (LINKE) am Dienstag anlässlich der Präsentation eines Gesetzentwurfes ihrer Fraktion. Das Prinzip »gleicher Lohn für gleiche Arbeit« solle ab dem ersten Arbeitstag gelten. »Wer sich einseitig an einem Mindestlohn für die Leiharbeitsbranche festkrallt, verhindert mutwillig eine Equal-Pay-Regelung«, erläuterte Krellman, die auch als Sprecherin für Arbeits- und Mitbestimmungspolitik der...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.