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Betrug beim Schlachten

Firmenvorstände wegen systematischer Schwarzarbeit vor Gericht

  • Von Helmut Lorscheid
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die 14. Große Strafkammer des Landgerichts Düsseldorf verhandelt seit Ende Oktober gegen Verantwortliche des Schlachtereikonzerns H. aus Dormagen. Der Vorwurf lautet: Schwarzarbeit.

Dem Inhaber Axel Wilhelm H., seinen Geschäftspartnern und den Mitangeklagten wird vorgeworfen, zwischen 2003 und 2005 »an der Vorenthaltung von Sozialversicherungsabgaben und der Hinterziehung von Umsatzsteuern und Lohnsteuerbeträgen in Millionenhöhe beteiligt gewesen zu sein«. So liest es sich, wenn Schwarzarbeit in einer Wirtschaftsstrafkammer verhandelt wird. Die Tatsache, dass viele der meist rumänischen Werkvertragsarbeiter über zu niedrige Bezahlung und teilweise unzumutbare Unterbringung klagten, spielt in dem Wirtschaftsprozess keine Rolle.

Am Rande der Verhandlung sagte die Vertreterin der Anklage, Oberstaatsanwältin Karin Schwarz, »Lohndumping ist eine Owi (Ordnungswidrigkeit), damit haben wir uns nicht befasst«. In der mehr als 900 Seiten dicken Anklageschrift wird genau beschrieben, wie in der Firmengruppe H. über Jahre hinweg und nach einem ausgeklügelten System Sozialversicherungsabgaben in Höhe von »wenigstens 5 900 000 E...


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