Die Unabhängigen im Chouf-Gebirge

Seit 1000 Jahren bewahren die Drusen in Libanon ihre Autonomie

  • Von Karin Leukefeld, Beirut
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Wo Israel, Libanon und Syrien aneinander stoßen, liegt das Siedlungsgebiet der Drusen. Entstanden vor 1000 Jahren in Ägypten als islamische Sekte, mischen sie heute vor allem in Libanon kräftig in der Politik mit.

Ein Denkmal im Chouf-Gebirge erinnert an die antikolonialen Kämpfe der Drusen in der 20er Jahren gegen die französischen Besatzer.

Es war im Sommer 1974, vor dem Ausbruch des libanesischen Bürgerkrieges, als in dem kleinen Ort Kfarhim in den Chouf-Bergen südöstlich von Beirut einige Jungen Fußball spielten. Plötzlich verschwand der Ball in der Öffnung einer Felswand. Als die Jungen hineinkrochen, um den Ball wieder herauszuholen, stellten sie fest, dass er tief in den Berg gerollt und nicht mehr zu sehen war. Auf der Suche stießen sie schließlich auf eine Grotte mit weit verzweigten Gängen voller Wasser, Quellen und unterirdischen Wasserläufen.

»Besuchen Sie uns, haben Sie keine Angst«

Heute ist die Kfarhim-Grotte mit 4000 Quadratmeter Ausdehnung eine Touristenattraktion im Herzen des libanesischen Drusengebietes. Wael Bou Khouzam hatte das Glück, als Sohn des Mannes geboren worden zu sein, dem das Land gehört, auf dem der Ball verloren ging. Heute ist Wael mit Vater und Bruder Besitzer der Grotte und führt täglich Touristen aus aller Welt durch die zauberhafte, u...

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