Büffeln für besseres Deutsch

Seit fünf Jahren sind Integrationskurse für Neuzuwanderer Pflicht. Beobachtungen in Leipzig

  • Von Heidrun Böger, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Integration – hoch her geht die Debatte um Migranten und ihre Bereitschaft, sich in Deutschland einzuleben. Dabei sind Deutschkurse seit 2005 Pflicht. Wie ist die Bereitschaft der ausländischen Mitbürger, daran teilzunehmen, welche Probleme gibt es? Am Sprachinstitut studio lingua in Leipzig hat man gute Erfahrungen gemacht, es gibt nur wenige Abbrecher.

Fünf Stunden Unterricht pro Tag: Lehrerin Katja Haß (r.) im Gespräch mit Maisili Alvarez aus Kuba (l.)

Maisili Alvarez lebt erst seit drei Monaten in Deutschland: »Ich will hier für immer bleiben«, sagt die Frau mit dem wuschligen Haar. Ursprünglich kommt sie aus Kuba. Dort hat sie auch ihren heutigen Mann kennen gelernt, einen Deutschen, der dort arbeitete. Wie gefällt es der 36-jährigen Kubanerin in Deutschland?: »Bisher sehr gut.« Ihr Deutsch ist nach der kurzen Zeit noch nicht gut, sie muss im Wörterbuch nachschauen: »Die Straßen sind hier so sauber, und die Menschen sehr korrekt.« In Kuba hat Maisili Alvarez als Radio-Moderatorin gearbeitet und über ihren Beruf auch ihren jetzigen Mann kennen gelernt, der Dokumentarist ist. Er bezahlt auch den Deutsch-Kurs für sie.

Problematische Arbeitszeit

Am Sprachinstitut studio lingua in Leipzig besucht Maisili Alvarez, die mit ihrer vierjährigen Tochter nach Deutschland kam, einen Integrationskurs für Ausländer. Ein solcher Kurs ist seit 2005 für Neuzuwanderer aus Nicht-EU-Ländern Pflicht. Au...


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