Hendrik Lasch, Dresden 25.11.2010 / Inland

Sachsen »ein Land von Welt«?

Im Freistaat gibt es Streit um das Tragen von Kopftüchern an Schulen

In Sachsen wird darüber gestritten, wie das Tragen von Kopftüchern an Schulen geregelt werden soll. Auslöser ist eine Schulordnung, bei deren Verfassung an Anstand, aber nicht an Religion gedacht wurde.

Eine muslimische Schülerin schreibt im Englischunterricht an der Tafel. epd/Jörg Stipke

Die 101. Mittelschule in der Dresdner Johannstadt gilt als Beispiel dafür, wie Kinder aus unterschiedlichen Kulturen in den Schulunterricht integriert werden. Die Einrichtung, an der fast ein Drittel der Schüler aus Migrantenfamilien stammen, bietet zum Beispiel einen Förderunterricht für Kinder, die Probleme mit der deutschen Sprache haben. Dennoch sorgt ausgerechnet diese Schule jetzt dafür, dass in Sachsen über das Thema Kopftuchverbot diskutiert wird.

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