Nordmänner und Indianerfrauen

Genetik deutet auf indianische Familienbeziehungen der Wikinger

  • Von Andreas Knudsen, Kopenhagen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Einige isländische Sagas berichten ausführlich über die Fahrten von Leif des Glücklichen und anderer Wikinger, die sich in Grönland niedergelassen hatten, an Küsten, die wir heute als Baffinland, Labrador und Neufundland kennen. Die Sagas berichten über Handel und Kämpfe mit den »Skrællingern«, den Schrecklichen, wie Indianer oder möglicherweise auch Inuit von den Wikingern genannt wurden, 500 Jahre vor Kolumbus' offizieller Amerika-Entdeckung. Sie gründeten dort die Siedlung »Leifbudir«, die möglicherweise mit der Ausgrabungsstätte L’Anse aux Meadows auf Neufundland identisch ist. Was nach den ersten Fahrten nach Amerika geschah, berichten die Sagas nicht, vielleicht weil die Fahrten, um beispielsweise Holz nach Grönland zu holen, zur Routine wurden.

Einen bislang kaum beleuchteten Teil der Geschichte dieser Amerikafahrten untersucht die isländische Wissenschaftlerin Sigrídur Sunna Ebeneserdóttir. Sie nutzte die Genealogie-Datenb...


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