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Der Euro schwächelt weiter. Trotz der jetzt abgesegneten Rettungsaktion von EU und Internationalem Währungsfonds für das hochverschuldete Irland notierte der Kurs der Gemeinschaftswährung auch am Montag schwächer. Auch wenn die Bundesregierung dies klammheimlich gut finden dürfte, weil dies den eigenen Exporten zugute kommt – die Verschärfung des globalen Wettkampfes um niedrige Wechselkurse kann auf Dauer nicht gut gehen.

Spekulanten kommt dies freilich gelegen. Das Muster des Euro-Krisenmanagements – Eingreifen in einzelnen Ländern quasi auf Zuruf der Finanzmärkte – erleichtert ihnen die Arbeit. Nach Irland stürzt man sich auf Portugal und treibt dort die Risikoaufschläge für Staatsanleihen in bald nicht mehr schulterbare Höhe. Wenn dann auch Lissabon Hilfen beantragt, stehen mit Spanien oder auch Italien die nächsten, richtig großen, Kandidaten bereit. Und so kommt auch die EU-Kommission in ihrer aktuellen Wachstumsprognose trotz allen Zweckoptimismus' nicht umhin, von einer unausgewogenen Entwicklung zu sprechen. Neue Spannungen innerhalb der Währungszone sind also programmiert. Zumal sich das Schwergewicht Deutschland nicht als gemeinschaftliche Konjunkturlok betätigt, sondern sich den Aufschwung vom Ausland bezahlen lässt.

Es ist offensichtlich, dass Euroland weg muss von Einzelfalllösungen, die schwache Staaten über Sparpakete nur tiefer in die Krise treiben. Auf mittlere Sicht helfen nur gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten, gegen die es sich nicht so einfach spekulieren ließe. Waren stabile finanzielle Rahmenbedingungen nicht einst das Hauptargument für den Euro?

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