Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Weg mit dem Rollator

In regelmäßigen Abständen konfrontieren uns Statistik und Politik mit dem Horrorszenario der Altenrepublik Deutschland. Wir bekommen Scharen von weißhaarigen Gebrechlichen präsentiert, die in 30 oder 40 Jahren mit ihren Rollatoren die Gehsteige blockieren. Alle sind krank und alle brauchen Leistungen aus der Kranken- und Pflegeversicherung. Mit diesem Argument ist kürzlich die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung neu organisiert worden. Ergebnis: Die Versicherten zahlen mehr, die Leistungsanbieter kassieren mehr.

Doch ob es richtig ist, die Geldsorgen der Sozialsysteme allein auf die älter werdende Gesellschaft zu schieben, bleibt mehr als fraglich. Nicht nur bei der Rente mit 67 geht man ganz selbstverständlich davon aus, dass wir nicht nur älter werden, sondern auch länger gesund und leistungsfähig bleiben. In einer Untersuchung des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock heißt es, die stetig steigende Lebenserwartung führe auch dazu, dass der Alterungsprozess erst später einsetzt. Und im Magazin »Focus« liest man, die Generation 50plus sei heute gesünder und mobiler als ihre Vorgänger. Die Apotheken Umschau freut sich schon jetzt auf die heute Geborenen, die 100 Jahre alt werden und bis ins hohe Alter gesund bleiben. Die brauchen dann vielleicht gar keinen Rollator mehr und die Gesellschaft keine kapitalgestützte Pflegeversicherung.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln