Nichts geschlichtet

In Stuttgart soll weitergebaut und -demonstriert werden

  • Von Barbara Martin, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Schlichterspruch von Heiner Geißler zu Stuttgart 21 hat die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern des Projektes nicht nennenswert aufgeweicht. Die Gegner des Projektes kündigten weiteren Widerstand an. Die Befürworter betonten, es werde weitergebaut. Gleichzeitig erklärten beide Seiten, dass man mit dem Schlichterspruch leben könne.

Am Dienstagabend hatte der ehemalige CDU-Bundesminister verkündet, S21 solle weitergebaut werden, allerdings mit Verbesserungen. »Stuttgart 21 plus«, nannte Geißler das, und nun streiten die beiden Parteien darum, ob das Weiterbau oder Baustopp für das Projekt bedeutet.

Ein Stresstest, begutachtet von der renommierten Schweizer Fahrplanfirma SMA, soll klären, ob die Schwächen von Stuttgart 21 tatsächlich so gravierend sind, wie die Gegner während der Schlichtung erläutert haben: Zu geringe Kapazität, Engpässe bei der Anbindung des Flughafens, mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen. Sollte der Test ergeben, dass der unterirdische Tiefbahnhof tatsächlich zehn und nicht wie bislang geplant acht Gleise benötigt, um die erforderlichen zusätzlichen Kapazitäten zu bewältigen, würde das wohl eine Stange Geld zusätzlich kosten. Darauf bauen die Gegner: Grünen-Politiker Boris Palmer erklärte: »Ich erwarte, dass so teure Nachbesserungen erforderlich...


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