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Washingtoner Runde fährt harten Kurs

USA verlangen Druck Pekings auf Nordkorea

Washington (AFP/ND). Im Konflikt mit der Koreanischen Demokratischen Volksrepublik (Nordkorea) haben die USA, Südkorea und Japan China aufgefordert, mehr Einfluss auf seinen Verbündeten zu nehmen. China müsse die KDVR auffordern, Provokationen zu unterlassen, sagte Südkoreas Außenminister Kim Sun Hwan am Montag in Washington nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus den USA und Japan.

Japans Außenminister Seiji Maehara sagte, die drei Staaten wünschten sich, dass China als Vorsitzender der Sechs-Staaten-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm mehr Einfluss auf Pjöngjang nähme. Die Außenminister bekräftigten ihre Entscheidung, Chinas Einladung zu Sechsergesprächen zu ignorieren. »Wir begrüßen Pekings Initiative zu einer Dringlichkeitssitzung der sechs Parteien«, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. »Aber wir brauchen für eine Wiederaufnahme der Gespräche zunächst eine angemessene Basis.« Nordkorea müsse sein »provokantes und kriegerisches Verhalten« unterlassen, sagte Clinton.

Südkoreas Außenminister Kim sagte, er sei sich mit seinen beiden Kollegen einig, dass Pjöngjang »ernste Konsequenzen« drohten, sollte es weitere Provokationen geben. Welcher Art solche Konsequenzen sein könnten, erläuterte er nicht. Die Minister sprachen sich grundsätzlich für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit China und Russland aus, die neben der KDVR, den USA, Südkorea und Japan zur Sechserrunde gehören.

Die USA kündigten unterdessen eine Reise ihres höchsten Militärs nach Südkorea an. Generalstabschef Mike Mullen werde in Seoul Gespräche führen, »um unser Engagement für die Partnerschaft mit Südkorea zu bekräftigen«, sagte Mullens Sprecher John Kirby. Niemand in der Region solle die Entschlossenheit der USA unterschätzen.

In Den Haag erklärte der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Luis Moreno Ocampo, er prüfe die Möglichkeit, Nordkorea wegen Kriegsverbrechen anzuklagen. Sein Büro habe mit einer Vorprüfung begonnen, um die Frage der Zuständigkeit zu klären, sagte Ocampo.

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