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Junkerland in Junkerhand

Enteignete ostelbische Großgrundbesitzer und deren Erben sollen günstig Land erwerben dürfen

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung will in der SBZ enteignete Großgrundbesitzer nun bevorzugt mit billigem Land ausstatten. Wie eine Anhörung des Haushaltsausschusses am Dienstag ergab, haben vor allem ostdeutsche Agrargenossenschaften das Nachsehen: Sie müssen die vollen Preise zahlen.

Hier marschiert der adlige Widerstand. ND-

»Junkerland in Bauernhand«, unter diesem Motto wurden Großgrundbesitzer in der Sowjetischen Besatzungszone zwischen 1945 und 1949 enteignet. Aus gutem Grund: Denn die ostelbischen Großagrarier gehörten zu den wichtigsten Stützen des NS-Regimes. Es war vor allem ihre Angst vor dem »Agrarbolschewismus«, also der Aufteilung ihrer Güter, die sie zu Feinden der Weimarer Republik machte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie folgerichtig enteignet. Im Rahmen der Bodenreform vergab man ihr Land an Kleinbauern. Doch nun soll das Rad der Geschichte wieder ein Stück zurückgedreht werden. Bereits 1994 hatte die Regierung Kohl ein erstes Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) auf den Weg gebracht.

Nun legt Schwarz-Gelb nach: Ein gemeinsamer Gesetzentwurf der Unions- und FDP-Fraktion sieht vor, jene Großagrarier und deren Erben mit einem »begünstigten Flächenerwerb« zu entschädigen. Nach Schätzungen der Linksfraktion im Bundestag wird...


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